Wir bieten verschiedene Formate für Schulklassen unterschiedlicher Altersstufen an, sprechen Sie uns gern an! Einige unserer Dauerbrenner stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten vor.
Bremer Schülerinnen und Schulen kommen übrigens umsonst ins Wilhelm Wagenfeld Haus, weil die Sparkasse Bremen ihren Eintritt übernimmt - Vielen Dank!
Die organische Form
Das Projekt “Die organische Form“ findet in Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus statt.
In dem Projekt untersuchen wir ein Stilphänomen das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde und das künstlerische Schaffen teilweise bis heute beeinflusst. Da die organische Formsprache sowohl die freien als auch die angewandten Künste beeinflusste, können die Schüler:innen die Merkmale in beiden Bereichen erkunden!
Ein zentraler Baustein ist der Umgang mit Originalen aus den Sammlungen der beiden Institutionen. Die Schulklassen können Zeichnungen und Studien vor Skulpturen und Plastiken fertigen und werden so eingeladen, die Bildhauerkunst in ihrer Dreidimensionalität wahrzunehmen. Welche Formen und Materialien haben die Künstler:innen und Gestalter:innen inspiriert und wie lässt sich das organisch Geformte eigentlich beschreiben? In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse vor dem Hintergrund allgemeiner Themen diskutiert werden. Mit den schwellenden Formen und geschwungenen Umrisslinien reagieren die Bildhauer:innen auf eine als technisch und künstlich empfunden Umwelt und setzen dagegen auf das Ideal der ganzheitlichen Natur. Die biomorphen Formen geben vielen Künstlern:innen auch die Möglichkeit, sich von einer figürlichen Auffassung zu lösen und eine abstrakte Formsprache zu entwickeln.
In der modernen Produktgestaltung finden zeitgleich ganz ähnliche Entwicklungen statt. Anhand von ausgewählten Objekten aus der eigenen Sammlung können die Schüler:innen erforschen, wie sich die harmonisch-eleganten Gebrauchsobjekte in Handhabung, Ausformung und Materialität von anderen Produkten unterscheiden. Anschließend wird gemeinsam herausgearbeitet, inwiefern diese neue Formgebung eine oberflächliche Spielerei ist, oder ob sich hier nicht doch ein ganz neues Verhältnis zum menschlichen Körper ausdrückt. Ziel der organischen Gestaltung ist das nach ergonomischen Grundsätzen entworfenen Gebrauchsobjekt, das auf die natürlichen Bedürfnisse des Menschen abgestimmt ist.